Opernwerkstatt
In den 1970er, 1980er und frühen 1990er Jahren war sie die "Hochdramatische" vom Dienst: Dame Gwyneth Jones. Weltweit wurde sie als Brünnhilde, Isolde, Salome und Elektra gefeiert. Keine noch so üppigen Orchesterfluten, die ihr Sopran mit der stählernen Höhe nicht durchdrungen hätte; doch es waren nicht allein ihre imposanten Stimmmittel, die sie für dieses Fach prädestinierten, die Jones war immer auch eine faszinierende Gestalterin.
"Das Musiktheater der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts hat in Gwyneth Jones eine seiner ganz großen Protagonistinnen. Das Wunder ihrer Präsenz besteht darin, dass sie die Schicksale der von ihr gestalteten Figuren in augenblicklicher, unvergesslicher Konkretheit verkörpert". So hat einst Regisseur Götz Friedrich ihre Künstlerpersönlichkeit umschrieben.
Wagner und Strauss waren lange Jahre das Zentrum ihres Wirkens, sie hat aber auch italienische Rollen von Puccini und Verdi gesungen – und zuletzt immer wieder Charakterpartien übernommen: Klytämnestra, Küsterin - oder Herodias, eine Rolle, mit der die Künstlerin im Mai an die Wiener Staatsoper zurückkehren wird.
Service
Opernwerkstatt
Samstag, 19. Mai 2012
16:00 Uhr
ORF KulturCafe
