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Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

"La Stellidaura vendicante" von Francesco Provenzale

Der künstlerische Leiter der Festwochen, Alessandro De Marchi, hat heuer eine der zwei erhaltenen Opern von Francesco Provenzale ausgewählt, um sie vom Cembalo aus zu leiten. Schauplatz ist Neapel im 17. Jahrhundert, wo "La Stellidaura vendicante" (Die Rache der Stellidaura) spielt.

In dieser Liebesgeschichte löst einer der Diener Verwicklungen aus, weil er im kalabresischen Dialekt singt, den niemand versteht. Umgekehrt tut sich auch der Diener schwer, die Anweisungen auf Italienisch zu begreifen, wodurch ein Liebesgeständnis bei der falschen Person landet, aber zu guter Letzt der Titelheldin Stellidaura das Leben rettet. Die Titelpartie singt die Mezzosopranistin Jennifer Rivera, die bereits 2010 in Pergolesis "L'Olimpiade" zu hören war.

Von China bis Bolivien

Die Konzerte der Festwochen tauchen in die weite Welt der Alten Musik von China bis Bolivien ein und präsentieren unterschiedliche musikalische Strömungen des Barock. Europäische Komponisten ließen sich von fremden Kulturen inspirieren. Ensembles wie das XVIII-21 Le Baroque Nomade mit Jean-Christophe Frisch aus Frankreich heben diese Schätze weltlicher und sakraler Musik.

Auch innerhalb Europas gab es regionale Inspirationen. So entstanden zum Beispiel Bearbeitungen von schottischen Liedern, die unter dem Titel "Scottish tunes" von der Sopranistin Deborah York am 19. August 2012 auf Schloss Ambras gesungen werden.

Volksmusikalische Wurzeln aus verschiedenen Regionen legt auch der Solist Peter Waldner frei. Er betätigt dafür am 24. August 2012 ein besonders zart besaitetes Tasteninstrument, das Lautenclavier.

10.07.2012

Service

Ö1 Club-Mitglieder bekommen bei den Innsbrucker Festwochen ermäßigten Eintritt (zehn Prozent).

Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

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