Klartext
Peter Pilz und Edmund Entacher sprachen bei Klaus Webhofer Klartext.
(c) APA, ORF
Viel Sport, mehr militärische Ausbildung, keine sinnlosen Tätigkeiten: Schaut so die schöne neue Welt der Grundwehrdiener aus? Zumindest verspricht das die Politik. Freilich: Ein Wunsch der jungen Männer bleibt sicher unerfüllt: Mehr Geld wird es nicht geben. Attraktivierung des Grundwehrdienstes nennt sich das Projekt. Eine Frucht der Volksbefragung, die die Wehrpflicht bis auf weiteres in Stein gemeißelt hat. Die Bevölkerung hat eine Umstellung auf ein Berufsheer abgelehnt, doch hat sie das nicht hauptsächlich deshalb getan, um den Zivildienst zu retten?
Was auch immer am Ende herauskommt: Es wird eine Minireform bleiben. Dabei gäbe es genug Baustellen im Heer. Aufgeblähte Verwaltung, ein veraltetes Soldatendienstrecht, überwiegend in die Jahre gekommenes Gerät - und natürlich chronischer Geldmangel. Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel.
Bei den Auslandseinsätzen werden hingegen keine Kosten gescheut. Doch gerade Österreichs große Mission am Golan wird immer gefährlicher. Das EU-Waffenembargo läuft aus. Soll man die Soldaten im syrisch-israelischen Grenzgebiet belassen oder schnellstmöglich heim holen? Auslandseinsätze sind eine Visitenkarte Österreichs, argumentieren SPÖ und ÖVP gerne, aber ist man tatsächlich bereit, das Leben der Blauhelme aufs Spiel zu setzen?
Über die Zukunft des Bundesheeres diskutierten bei Klaus Webhofer:
Edmund Entacher, Ex-Generalstabschef
Peter Pilz, Sicherheitssprecher der Grünen
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Eine Veranstaltung in Kooperation mit Ö1, unterstützt von Kattus.
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Mittwoch, 29. Mai 2013
18:30 Uhr
Großer Sendesaal
