Mittwoch, 2. Dezember 2009
Charles Ives Musik war zu seinen Lebzeiten verkannt, das hat sich geändert. Das ORF Radio-Symphonieorchester Wien interpretierte seine "Symphonie Nr. 2". Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz und Dirigent Hugh Wolff analysierten das Werk im Gespräch.
Geschrieben 1902 - gespielt 1951. Ein halbes Jahrhundert liegt zwischen der Entstehung und der Uraufführung der 2. Symphonie von Charles Ives. "Weshalb musste dieses Stück so lange warten, bis es zu hören war?", fragte sich einst Leonard Bernstein, der die Uraufführung mit den New Yorker Philharmonikern in der Carnegie Hall dirigierte.

Dirigent Hugh Wolff
Die Musik sei ungewohnt und schwierig zu entziffern gewesen, das Interesse an amerikanischer Musik so gut wie nicht vorhanden, urteilte Bernstein. Aber in erster Linie seien es Interpreten (einschließlich Dirigenten) gewesen, die "seine Botschaft nicht vernahmen - die Botschaft eines hochbegabten Primitiven. Diese Musik, die Ives in seinem Inneren hörte, war eine Verbindung der großen Werke deutscher Tradition mit der Musik seiner Umwelt. Aber Ives' Musik klingt nie nach Brahms, Bruckner oder Dvořák - sie klingt wie Ives!"
17.09.2007
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Wiener Stadtschulrat und "Die Presse".
Klassische Verführung
Mittwoch, 2. Dezember 2009
19:30 Uhr
Großer Sendesaal
Links
Die Presse
ORF Radio-Symphonieorchester Wien