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Movie@KlangTheater

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Gezeigt wurde "Berlin: Die Sinfonie der Großstadt" von Walther Ruttmann (1927). Live-Musik: Franz Reisecker.

Mit seinen farbigen Kurzfilmexperimenten und Werbefilmen schuf Walter Ruttmann Anfang der 1920er Jahre die ersten abstrakten Animationsfilme der Welt, sein sinfonischer Dokumentarfilm "Berlin: Die Sinfonie der Großstadt" ist einer der ganz großen Klassiker des deutschen Stummfilms, seine Reisefilmcollage "Melodie der Welt" wurde der erste abendfüllende deutsche Tonfilm, mit "Weekend" erfand er die Hörcollage und mit "In der Nacht" einen Vorläufer des Musikvideos: Der Münchner Maler und Filmemacher Walther Ruttmann leistete mit seinen Film- und Tonexperimenten eine einzigartige Pionierarbeit, die nach wie vor brandaktuell und modern erscheint.

Für die damalige Zeit ungewöhnlich, setzte Ruttmann zahlreiche kurze Schnitte ein, um die Lebendigkeit und Hektik der Stadt plastischer werden zu lassen. Als einer der ersten "sinfonischen" Filme nutzte "Berlin: Die Sinfonie der Großstadt" die Ende der 20er Jahre entwickelte technische Möglichkeit, Filme exakt und vielteilig zu schneiden und wieder zu kleben. Daraus ergaben sich ganz neue Möglichkeiten für die Filmmusik.

Der Elektronik-Musiker Franz Reisecker vertonte den Film live. Reisecker betreibt seit den 90ern das Projekt "Lichtenberg" und hat bereits Eisensteins "Panzerkreuzer Potemkin" im Auftrag des Slawistik Instituts der Universität Innsbruck vertont und im RadioKulturhaus gezeigt. Außerdem war seine Musik zu den Filmen "Po zakonu" von Lev Kulešov (1926), "Blind Husbands" von Erich Stroheim (1919) und "Das Cabinet des Dr. Caligari" von Robert Wiene (1920) im KlangTheater zu hören.

23.08.2012

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Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Wiener Zeitung.

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Donnerstag, 11. Oktober 2012
20:00 Uhr
KlangTheater

Franz Reisecker

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