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Im Zauberberg

Montag, 29. Oktober 2012

Präsentation von "Tango Sólo. Buenos Aires und der Tango heute" – ein Feature von Patrick Batarilo.

In den Achtziger und Neunziger Jahren hörte in Buenos Aires kaum jemand der jungen Generation Tangomusik oder tanzte dazu. Im Radio und in den Clubs liefen Rock oder Pop. Viele Milongas, die traditionellen Tango-Tanzlokale, machten pleite.

Heute ist der Tango wieder zuhause in Buenos Aires, der Stadt, aus der er stammt – und das mit einem neuen Sound. Elektronische Musik, Rock, Hiphop, zeitgenössische Musik – Bands wie Tanghetto oder Altertango haben einen neuen Sound geschaffen, der offen ist für die musikalische Welt von heute.

Auch der Tanz hat sich verändert – zum Beispiel ist die Rolle der Frauen viel aktiver als in der klassischen Form. In manchen Milongas wechseln Frauen und Männer auch die Rollen, beide dürfen führen, sogar innerhalb eines Tanzes. Elegant getanzt wird jetzt auch an überraschenden Orten, etwa in einer ehemaligen Werkstatthalle.

Doch seinem Mythos wird der Tango, in neuer Form, nach wie vor gerecht: Sinnlichkeit und das Spiel mit Nähe und Distanz. Patrick Batarilo hat fünf Monate in Argentinien gelebt. Im Feature erzählt er von seinen Begegnungen mit Tangomusikern und Tangotänzern wie etwa "El Chino". Tango tanzen heißt für ihn: "Da sein, sich Zeit nehmen, Luft holen. Am Beginn steht der Abrazo, die Umarmung. Das ist der schönste Moment des Tanzes." Patrick Batarilo sprach nach der Präsentation mit Ö1 Redakteurin Elisabeth Stratka über seine Tango-Erfahrungen in Argentinien.

Eine Veranstaltung von Ö1.

24.08.2012

Service

Im Zauberberg
Montag, 29. Oktober 2012
20:00 Uhr
KlangTheater

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