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Kunstraum Radio

Seit seiner Gründung macht das ORF RadioKulturhaus das akustische Medium Radio auch mit anderen Sinnen erlebbar, es ist mit seinen Veranstaltungen, die zu Sendungen werden, eine Art "leibhaftiges Radio", erweitert also einen akustischen Raum zu einem visuellen und haptischen.

Das Foyer als Galerie

Dieser Gedanke wird mit wechselnden Präsentationen von Kunst im Foyer des Großen Sendesaals weitergeführt. Das auf den Einlass wartende Publikum befindet sich somit inmitten einer Ausstellung.

Folgerichtig spielte von Anfang an die Bildende Kunst eine wichtige Rolle bei der Gestaltung dieser Räume: von der von Johann Garber bemalten Ohr-Skulptur vor dem Eingang des RadioKulturhauses bis zu Oswald Tschirtners Kopffüßler-Zeichnungen im RadioCafe.

Jürgen Bauer

Der 1969 geborene Künstler, Grafiker und Musiker führt in seiner Arbeit malerische und grafische Traditionen zusammen und verbindet Elemente gestischer Malerei mit einer surrealistischen Bildtradition.

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Jürgen Bauers typografische Installation "N.L." zielt auf unsere subjektive, selektive Wahrnehmung ab, es wird bewusst Raum für Interpretation gelassen. Worte werden inszeniert, einander gegenübergestellt. Die Bedeutung der Begriffe legt zwar einen Themenkontext nahe, aber der Künstler greift diese Lesart auf, um sie zugleich zu konterkarieren; zusätzliche Informationen und Worte funktionieren als Störmomente. Handschriftliche Kommentare und das Medium Zeichnung erweitern sein Spiel mit der Typografie.

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Die Inszenierung von Typografie ist, auch beeinflusst durch seine Tätigkeit als Grafikdesigner, ein wichtiger Aspekt in Bauers Arbeit. Dieser Professionalität und Perfektion im Umgang mit Schrift setzt er in seiner künstlerischen Arbeit bewusst etwas entgegen – oft sind das handschriftliche und gewollt imperfekte, spontane gestische Elemente.

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Die In-Situ-Installation für das Foyer des Großen Sendesaals nutzt die architektonischen Begebenheiten. Das dortige "Labyrinth des Minotaurus" (Bauer) soll die Besucherin und den Besucher dazu animieren, sich auf die Freiräume der Assoziation einzulassen.

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"SCHWARZ & WEISS" von Christoph Abbrederis, Rudi Klein, Thomas Kriebaum, Much und Helmut Vogl

Im gesamten Funkhaus sind großformatige Karikaturen der fünf Künstler zu sehen – zu besichtigen im Rahmen der Backstage-Führungen im Funkhaus.

Fünf herausragenden Karikaturisten des Landes setzten sich in der Ausstellung 2012/13 mit dem Thema Integration auseinander. In fünf unterschiedliche Herangehensweisen, immer auf subtile und humorvolle Weise, nähern sich die Zeichner diesem breiten thematischen Spektrum, das vor allem durch die typische Wort-Bildkombination andere Wirkungen ermöglicht.

"Humor ist ein weithin verkanntes Mittel zum Abbau von Aggressionen und der Bewältigung von Krisen aller Art." (Rudi Klein)

Als einmalige Besonderheit wurde ein Bild von allen fünf Künstlern gemeinsam gestaltet. Die fünf Zeichner sind oder waren bei unterschiedlichen nationalen und internationalen Medien tätig, wie zum Beispiel bei der Tageszeitungen "Der Standard", "Die Presse", Süddeutsche Zeitung und der New York Times sowie bei Magazinen wie News, Profil, Titanic und dem New Yorker – der Bibel des Cartoons.

Der ORF erfüllt damit seinen öffentlich-rechtlichen Auftrag zur Förderung und Vermittlung von Kunst, Kultur und Integration.

Die Ausstellung im Sendesaal-Foyer können Sie bei einem Veranstaltungsbesuch besichtigen, jene im Funkhaus im Rahmen einer Backstage-Führung.

24.08.2011

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