Die Musiker Anger lehnen an einer offenen Tür.

Anger © Stefan Plank

Anger

Das in Wien lebende Südtiroler Boy-Girl-Duo zählt zu den spannendsten Künstler/innen in Österreich. Im Februar präsentieren sie ihr Album-Debut im Großen Sendesaal.

Julian Angerer und Nora Pider sind zusammen "Anger", was nicht der schlechteste Name für eine Rockband ist. Aber er führt ein wenig auf die falsche Fährte. Denn die sanftmütigen Pop-Songs der Band klingen nicht unbedingt nach Wut, Ärger oder Radau. Und Angerer und Pider sind auch keine Punks. Vielmehr haben sie für ihre Musik die Genre-Bezeichnung "Hedonistpopforlovers" gewählt. Auf FM4 laufen die Songs des Pop-Duos in Heavy Rotation, sie waren "Soundpark-Act des Monats" im Jänner 2018 und ihre letzte Single "Sunday Depression" schafft es, ebenso wie die Vorgänger, in die höchst sujektiven, gleichwohl signifikanten und geschmacksverstärkenden FM4-Charts. Die Debüt-EP "Liebe & Wut" wurde im März in der Roten Bar des Volkstheaters in Wien vorgestellt. Live wird das Duo von ihrem langjährigen musikalischen Weggefährten Bernhard Busetti am Schlagzeug begleitet.

Das Berliner Musikmagazin "Diffu" zählte Anger aufgrund ihres Lebensmittelpunktes Wien aktuell zu den "fünf spannendsten Künstler/innen aus Österreich".
Einsam wird es nicht werden im RadioKulturhaus, soviel sei garantiert. Es gibt kaum Raum zwischen dem Publikum und der Bühne – wobei Julian Angerer gern große Bühnen bespielt. Nicht aus Selbstüberschätzung: „Unsere Songs sind weniger gesungen als gehaucht. Es ist sehr leise, und da ist es am besten, das Schlagzeug wird weit, weit weg von den Gesangsmikrophonen positioniert."