Federspiel

Federspiel © Maria Frodl

Federspiel: Wolperting

Das Ensemble Federspiel konnte sich in den letzten Jahren als eines der interessantesten Klangkörper in der Europäischen Blasmusikszene positionieren. An diesem Abend bringt es seine spannende musikalische Mischung gepaart mit Virtuosität, Spielfreude und Experimentierfreude auf die Bühne des Sendesaals.

Das siebenköpfige Blasmusikensemble Federspiel wurde 2004 in Krems an der Donau gegründet und verbindet ohne Berührungsängste heimische Volksmusik mit weltmusikalischen Elementen. Geprägt ist die musikalische Signatur von Federspiel vor allem durch die Herkunft und den Hintergrund jedes einzelnen Musikers – all diese (musik-) biografischen Elemente fließen unweigerlich in die Gruppe ein. Zur Musik Federspiels gehören daher Eigenkompositionen mit Pop-Elementen genauso wie Arrangements traditioneller mexikanischer Musik oder die Zither als Soloinstrument.

„Wolperting“, heißt das neue Programm von Federspiel: das kann ein Ort von Mythos und Mystik sein, zwei roten Fäden, die sich durch das Programm ziehen. In norwegischen Wasserfällen lebende Trolle, ein teufelsartiges, tanzwütiges Wesen aus Mexiko und die raue Bergwelt von Davos sind nur einige der Bilder, die vom gemischten Bläsersatz sowohl in sphärischen, als auch schwungvollen Kompositionen hörbar gemacht werden. Es ist aber auch ein Ort, an dem scheinbar Unvereinbares eine faszinierende Einheit bilden kann. Hier leben Fiakerlieder, aztekische Melodien und romantische Volkslieder nebeneinander als Beispiel für geklungene Integration. Auf dieses Fundament aus unterschiedlichsten Traditionen baut das Septett fantastische Klangwelten, in denen elektronische Sounds genauso willkommen sind, wie Elemente aus Minimal Music und Filmmusik. Gebunden wird das alles mit der für Federspiel typischen Spielfreude, Lust am Experiment und Virtuosität weit jenseits des Selbstzwecks.