Christoph Becher und Teresa Vogl

Christoph Becher und Teresa Vogl © Wolfgang Hennings

Schumann

Am Programm stehen Schumanns Symphonie Nr. 4 d-moll op. 120 sowie die Bearbeitungen Gustav Mahlers an Schumanns Werk.

Als Gustav Mahler in Wien und New York die Symphonien von Robert Schumann aufführte, legte er Hand an: Hier ein paar Linien verstärken, dort etwas wegnehmen, an jener Stelle die Lautstärke korrigieren, und wenn es nicht anders geht, auch mal einen Akkord zurechtrücken.

Im Nachlass fanden sich über 2000 Eintragungen, mit denen er Schumanns Musik verdeutlichen wollte.

Nach Jahrzehnten der Geringschätzung behaupten heute sowohl die Originalwerke wie auch Mahlers Bearbeitungen ihren Platz im Repertoire. RSO-Chefin Marin Alsop hat sich sehr für Mahlers Schumann-Lesart eingesetzt.

Im Gespräch mit Walter Weidringer sagt sie dazu: "Mich fasziniert der Blick auf Schumanns Musik durch die Brille eines anderen Komponisten und Dirigenten. Seine Änderungen verleihen der Musik ein 'modernes' Profil, das Ganze wird zu einer Wiedererschaffung in der Echtzeit des Fin de Siècle. In der "Klassischen Verführung" nehmen Moderatorin Teresa Vogl und Orchesterintendant Christoph Becher Mahlers Änderungen genauer unter die Lupe. Wie klingt das Original, wie die Version?

Müssen sich Werke anpassen, wenn sich Räume, Instrumente und Hörgewohnheiten verändern?

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Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem ORF RSO-Wien und der Tageszeitung Die Presse.