Portrait von Elisabeth Leonskaja

Elisabeth Leonskaja (c) Marco Borggreve

ABSAGE: Echo des Unerhörten: Elisabeth Leonskaja - verschoben in 2022

Der Abend mit Starpianistin Elisabeth Leonskaja rund um den Komponisten Philip Herschkowitz und seine Schüler/innen wird in den September 2022 verschoben.

Als ehemaliger Schüler von Alban Berg und Anton Weber zählte der Komponist Philip Herschkowitz in Moskau nach dem Krieg bis in die 1980er Jahre zu den begehrtesten Privatlehrern junger Musikerinnen und Musiker der ehemaligen Sowjetunion. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde der in Rumänien geborene Herschkowitz vom NS-Regime aus Wien vertrieben. Auch in Moskau litt er weiterhin unter antisemitischer Bedrohung und seine Werke waren als "formalistisch" verpönt.

Im Zentrum des Konzerts steht das musikalische Schaffen von Dimitri Smirnov und Elena Firsova, die beide zum engen Kreis der Privatschülerinnen und -schüler zählten und deren Kompositionen ab 1979 auf der berüchtigten "Schwarzen Liste" des Regimes standen.

  • Portrait von Elena Firsova

    Elena Firsova (c) Alissa Firsova

  • Portrait von Dmitri Smirnov

    Dmitri Smirnov (c) Alissa Firsova

  • Portrait von Philip Herschkowitz

    Philip Herschkowitz (c) Viktor Suslin

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Als Interpretin dieses Programms konnte wieder die Ausnahmepianistin Elisabeth Leonskaja gewonnen werden, die gemeinsam mit Sängerin Alexandra von der Weth, Flötistin Ulrike Anton, Harfenistin Anna Verkholantseva, Bratschistin Marta Potulska und Pianistin und Komponistin Alissa Firsova diesen Abend gestalten wird.

Im Gespräch mit Irene Suchy werden die Pianistin Elisabeth Leonskaja und die Komponistin Elena Firsova über ihre Lehrjahre bei Philip Herschkowitz sowie über die aufgeführten Werke sprechen. In Gedenken an den 2020 verstorbenen Komponisten und Herschkowitz-Schüler Dimitri Smirnov.

In Kooperation mit exil.arte.