Belinda Kazeem-Kamiński

Belinda Kazeem-Kamiński (c) Abiona Esther Ojo

Keine Panik: Belinda Kazeem-Kamiński

In ihrer experimentellen Talk-Show trifft Kristin Gruber auf die bildende Künstlerin, Autorin und Forscherin Belinda Kazeem-Kamiński, und die Musikerin Elise Mory.

In "Keine Panik" kreuzt Kristin Gruber Qualitätsjournalismus mit den schrägen Mitteln von Late Night Talk Shows – nicht für platte Pointen, sondern um vorhersehbare Gesprächsdynamiken zu durchbrechen und auf ungewohntem Weg ans Eingemachte zu gehen. Diesmal zu Gast ist die bildende Künstlerin, Autorin und kunstbasierte Forscherin Belinda Kazeem-Kamiński. Wer in Österreich glaubt, Kolonialismus sei etwas, mit dem sich vorwiegend andere Länder zu beschäftigen hätten, dem seien ihre vielfach ausgezeichneten Werke empfohlen, auch wenn Kazeem-Kamińskis Arbeit weit über Österreich hinausführt. In ihrer investigativen Kunstpraxis "sezieren ihre Werke die Gegenwart einer ewig währenden kolonialen Vergangenheit: einer Vergangenheit ohne Endpunkt". Zwischen Dokumentation und Fiktion, Geschichte, Erinnerung und den Bedingungen des Lebens in der afrikanischen Diaspora führen sie ihre Untersuchungen ausgehend von der Schwarzen feministischen Theorie in öffentliche Archive, Sammlungen, staatliche Institutionen und Museen und münden nicht selten in deren Lücken oder an neuralgischen Punkten.

Kristin Gruber

Kristin Gruber - RANIA MOSLAM

Wie immer gibt es im Vorfeld keine Absprachen über Fragen und Themen. Das Publikum wird mittels kollektiver Umfragen eingebunden und kann via SMS Fragen und Kommentare direkt auf das "Keine-Panik"-Handy und live auf die Bühne schicken, sowie auch all jene, die den Talk online mitverfolgen.

Elise Mory

Elise Mory (c) Rania Moslam

Musikalisch intervenieren wird Elise Mory. Das Konventionellste an ihr ist eine klassische Klavierausbildung und die ist lange her. Der Rest ihres Schaffens dreht sich vor allem um Regelbrüche, Feminismus und Musik als Möglichkeit, die Gesellschaft zu reflektieren.