Eva Umlauf

Eva Umlauf (c) Springer Medizin Verlag GmbH / Sophie Linckersdorff

Wiener Vorlesungen: Eva Umlauf

"Genauso fängt es an" – über die Gefahren des Antisemitismus. Ein Vortrag von Ärztin und Psychotherapeutin Eva Umlauf

Das Bewusstsein für die Schrecken des Holocaust schwindet. Gleichzeitig gibt es immer mehr gewalttätige antisemitische Übergriffe. Die Psychotherapeutin ist seit 2025 Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees und eine der letzten Zeitzeug:innen und beschäftigt sich auch mit Traumata der Juden-Verfolgung. Für sie ist "Auschwitz eine Wunde, die nie heilt". Sie benennt klar, warum rasches Handeln erforderlich ist, um autoritären Kräften nicht noch mehr Raum zu gewähren. Andererseits ist sie zuversichtlich, dass es wirklich bei "Nie wieder!" bleibt.

Eva Umlauf wurde 1942 in einem Zwangsarbeitslager für jüdische Häftlinge im slowakischen Nováky geboren. Im Alter von zwei Jahren wurde ihr im November 1944 die Nummer A-26959 auf den linken Unterarm tätowiert. Sie überlebte das KZ Auschwitz. Nach ihrer Promotion in Kinderheilkunde in Bratislava arbeitete sie in München als Klinikärztin, leitete später eine Kinderarztpraxis und ist bis heute Psychotherapeutin.

Anschließendes Gespräch mit Alexandra Föderl-Schmid. Sie ist ehemalige Nachrichtenchefin und aktuell Frankreich-Korrespondentin der "Süddeutschen Zeitung". Von 2017 bis 2020 berichtete sie als Korrespondentin der "SZ" aus Israel und den palästinensischen Gebieten. Vor dem Wechsel zur "SZ" war sie zehn Jahre lang Chefredakteurin und später auch Co-Herausgeberin der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" und des Nachrichtenportals "derStandard.at". Sie studierte Publizistik, Politikwissenschaft und Geschichte und ist im Board des Reuters Institute for the Study of Journalism in Oxford. Sie wurde mit dem Kurt-Vorhofer-Preis für Politikjournalismus, dem österreichischen Verfassungspreis, dem Ari-Rath-Preis und dem Menschenrechtspreis des Roten Kreuzes ausgezeichnet.

In Kooperation mit den Wiener Vorlesungen.