Im Zauberberg

Präsentation der Hörspielversion von Michael Dangls Buch "Rampenflucht".

"Wer es schön haben möchte", sagt einer, der es wissen muss, "darf nicht zum Theater gehen." Denn dort müsse man, zumal als junger Schauspieler, "die Hintern der Regisseure küssen um nicht ausgemustert zu werden". Man würde "in dieser von Amnesty völlig übersehenen Zuchtanstalt" angeschrien, erniedrigt, schikaniert und gefoltert werden mit dem alleinigen Ziel, die Schauspieler "zu kriechenden, dienenden, meinungslosen Unterhaltungsmaschinen zu machen im Dauerfeuer der Publikumsbeglückung".

Der dies schreibt hasst das Theater keineswegs. Im Gegenteil. Michael Dangl, Ensemblemitglied des Theaters in der Josefstadt und gefragter Darsteller in Film und TV, hat seinen ersten Roman geschrieben: "Rampenflucht". Darin erzählt er die Geschichte des Schauspielers Stefan Kowalsky, der eines Tages beschließt das Theater, das ihn auffrisst "mit Haut und Haar", zu verlassen. Der Abschied gerät ihm zur Abrechnung, Kowalsky will nicht mehr "mitlügen" und er will nicht weiter Teil eines menschenverachtenden Systems sein, in dem er eines nicht zugleich sein kann: Schauspieler und Mensch.

In einer Hörspielbearbeitung von Alice Elstner, die auch Regie führt, spielt Michael Dangl
seinen zornigen Helden selbst. Nach der Vorführung des Stücks im KlangTheater stellten sich Michael Dangl und Alice Elstner den Fragen des Publikums. Moderation: Peter Klein.

Eine Veranstaltung von Ö1.

Service

Im Zauberberg
Montag, 19.September 2011
20:00 Uhr
KlangTheater

Michael Dangl