Im Zauberberg
In der Möbelfabrik seines Vaters fertigte Paolo Fazioli 1981 sein erstes Klavier. "Als Pianist habe ich niemals ein Instrument gefunden, mit dem ich zufrieden war. Und irgendwann wurde mir klar, dass ich das perfekte Klavier wohl selbst würde bauen müssen."
Buche, Hainbuche, Mahagoni, Lärche, Buchsbaum, Ahorn, Walnuss, Pappel, Ebenholz, Baya und Fichte - der Baum der Musik - 11 verschiedene Holzarten werden in Sacile, 60 km nördlich von Venedig, verarbeitet. Das Herz eines jeden Instruments, der hölzerne Resonanzboden, stammt aus dem berühmten Val di Fiemme in den Dolomiten, wo nur einer von 200 Fichtenstämmen die richtigen akustischen Qualitäten besitzt.
Ungefähr 40 hochmotivierte Mitarbeiter beschäftigt der Klavierbaubetrieb, die ideale Balance zwischen High-End-Technologie im Werkzeugpark und extrem spezialisierter Handarbeit. Ingenieur Paolo Fazioli, ausgebildeter Pianist und diplomierter Werkzeugtechniker, vereint die richtigen Eigenschaften, um ein derartig sensibles Unternehmen zu führen, bei dem die Entstehung eines jeden Produktes fast wie die Geburt eines Individuums begleitet wird und jedes einzelne Instrument seinen ganz persönlichen Charaktereigenschaften gemäß gefertigt wird.
Faziolis wichtigster Grundsatz: "Man kann und muss immer noch etwas verbessern, jeden Tag." Daher wird sie wohl auch nicht so schnell aufhören, die Suche nach dem idealen Klavier.
Zur Premiere kamen die Autoren Jörg Duit und Robert Pavlecka sowie Gustav Ignaz Sych vom Klavierhaus Stingl. Moderation: Ö1 Redakteurin Eva Roither.
Eine Veranstaltung von Ö1.
Service
Im Zauberberg
Montag, 4. Juni 2012
20:00 Uhr
KlangTheater
