Castello und Meaghan Burke

Castello © Stangl und Meaghan Burke © Sascha Osaka

Meaghan Burke & Angelicá Castelló

Im Dezember geht es mit zwei Musikerinnen bei SoloTogether weiter, die aus sehr unterschiedlichen Richtungen & Genres kommen. Man darf gespannt sein was sie im gemeinsamen Set im Studio 3 zu Gehör bringen werden.

Eine Frau, ein Cello, ein Mikrophon und keine Spur von sentimentalem Schöngeist in Sicht. Wenn Meaghan Burke, die zwischen New York und Wien pendelt (den geckenhaften, beklagenswert mediokren „Hatboy“ fragt, ob er sich seinen Hut eigentlich verdient hat, möchte man nicht in seiner Haut stecken. Burkes Cello dröhnt, fräst, schrubbt, scheppert und schnarrt und singt mit ihrer und gegen ihre Stimme, die in eigenwilligen Melodiebögen von beißenden Bettwanzen und den träumerischen Boys der Bohème erzählt.

Angélica Castelló ist eine mexikanisch-österreichische Komponistin, Blocklötistin und Klangkünstlerin. Ihre Kompositionen, abstrakten Improvisationen, elektroakustischen Arbeiten und Performances sind von einem klanglichen magischen Realismus geprägt - realismo mágico sonoro. “Meine Musik ist abstrakt, aber es sind ganz konkrete Menschen, Geschichten, die mich inspirieren.” Ihr extravaganter Stil ist u.a. auf ihrer solo CD Bestiario (mosz 024) nachhörbar und kommt bei ihren Live-Performances und Klanginstallationen speziell zur Geltung (electroaltar, magnetic islands, catorce reflexiones sobre el fin, etc.). Zahlreiche Kompositionsaufträge, internationale Kooperationen und Festivalbeteiligungen. Castelló studierte Musik in ihrer Geburtsstadt Mexico City, Montréal, Amsterdam, Wien und Linz. Sie ist auch als Kuratorin und Musikpädagogin tätig.

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Meaghan Burke
Castello