Porträts von Tini Trampler und Stephan Sperlich

Tini Trampler und Stephan Sperlich / The Playbackdolls © Teresa Marenzi

Wiener Rebellion

Das hochkarätig besetzte Mikrofestival macht mit elektronisch erweiterten "barrierefrei-modern-klassischen"-Kompositionen, die Herz und Hirn erfüllen, Lust auf Revolte.

Im Namen eines ironischen Chansons der Sängerin Tini Trampler macht sich eine Handvoll Wiener Musiker und Musikerinnen im Rahmen eines Mikrofestivals auf, gemeinsam der schöpferischen Subversion zu huldigen: Tini Trampler & the Playbackdolls, der Cellist Lukas Lauermann und das für ihre Chanson-Auftritte bekannte Duo Willi Landl & Michael Hornek sind beim ersten Wiener Rebellions-Festival im Großen Sendesaal zu erleben.

Obwohl sich Wien nie als Rebellenpflaster wirklich einen Namen gemacht hat, blühte doch auch hier in versteckten Refugien immer wieder der kleine Widerstand – man munkelt sogar von legendären Kaffeehausverschwörungen.

Diese feine Wiener Tradition geht jetzt auf Reisen und will sich mit Gleichgesinnten anderer Städte und Länder verbünden.

Porträts von Lukas Lauermann, Michael Hornek und Willi Landl

Lukas Lauermann © Julia Haimburger, Michael Hornek und Willi Landl © Reinhard Mayr

Mit feinem Humor und ansteckender Lebensfreude trotzen die Wiener Rebellinnen und Rebellen dem fortschreitenden Ausverkauf von Lebensraum und der allerorts wiederkehrenden Verbotshochkultur und zählen auf die Kraft des Keimlings, der die harten Pflaster und die alten Ängste sprengt.

Die Sprache ihrer Lieder nimmt schon mal gerne Urlaub vom "Erlaubten", schlägt den einen oder anderen Purzelbaum und pfeift auf die gut exportierbaren Wiener Klischees vom raunzenden, morbiden Mundartbarden, der angesichts des nahenden Endes noch schnell das letzte Achterl kippt.

Anzeige

In Kooperation mit "Die Presse".

Info

Tini Trampler & The Playbackdolls
Lukas Lauermann
Willi Landl