Portrait von Paul Plut

(c) Guggi Lierzer

Paul Plut

Mit seinem neuen Album "Ramsau am Dachstein nach der Apokalypse" bringt Paul Plut die Bezwingung der Natur musikalisch auf den Punkt.

Paul Plut reüssierte bereits mit seinen Indie-Bands Viech und Marta. Auf sein Solo-Debüt
"Lieder vom Tanzen und Sterben" (2016) folgten über 100 großteils ausverkaufte Konzerte. Auch im ORF RadioKulturhaus beehrte er damals die Bühne des Großen Sendesaals mit einem aufregenden Konzert. Jetzt kehrt er mit seinem neuen Soloalbum zurück.

Das Album mit dem Namen "Ramsau am Dachstein nach der Apokalypse" ist im Herbst 2021 erschienen. Plut arbeitet sich darauf an der Landschaft des steirischen Hochgebirges ab und umkreist dabei das grundlegende Thema seiner Herkunftsregion: die Bezwingung und Monetarisierung der Natur. Der Ramsauer reißt die geblümten Vorhänge der Gaststuben auf und lässt sich vom gleißenden Weiß der alten Gletscher blenden. Grelles Licht fällt auf die seligen Bauersleut, wenn sie sich als Hotelleristen dekuvriert sehen. Der Ton bleibt aber düster: Paul Plut führt die Hörer/innen durch ein Ritual, das um das Wesen des menschlichen Daseins kreist. Dialekt-Gospel, der die Verflochtenheit von Leben und Tod, Vorbestimmtheit und Widerstand, Verderbnis und Mitgefühl zeigt.

In Kooperation mit der Tageszeitung "Die Presse".

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