Portrait von Valentin Uryupin am Dirigentenpult

Valentin Uryupin (c) Sergei Korzennikov

Klassische Verführung: Rachmaninoff

Teresa Vogl und Christoph Becher bitten gemeinsam mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien und Gastdirigent Valentin Uryupin, der für die erkrankte Elim Chan einspringt, zur dritten – und letzten – Symphonie von Sergej Wassiljewitsch Rachmaninoff.

Sergej Rachmaninoffs Biografie zählt zwei Risse, die mitten durch sein künstlerisches Schaffen gehen: Nach der Oktoberrevolution 1917 verließ er die russische Heimat Richtung USA.

Die meisten seiner Werke sind aber noch in Russland entstanden, und im Herzen blieb der bekennende Tschaikowsky-Verehrer seinen Wurzeln treu. Als Pianist machte er Weltkarriere, den Schöpfer von Symphonien, Klavierstücken und -konzerten liebte das Publikum jedoch mehr als die Kritik. Seine dritte Symphonie, komponiert 1935/36, ist weniger schwelgerisch und hitverdächtig als die Vorgängerinnen, in Wahrheit aber brauchte ihre elegante Klarheit nur etwas länger, sich in den Ohren der Zuhörerinnen und Zuhörer festzusetzen. Für die "Klassische Verführung" ist Rachmaninoff ein echter Herzensbrecher: So viel Verführung ist selten.

Christoph Becher und Teresa Vogl

Christoph Becher und Teresa Vogl © Wolfgang Hennings

In Kooperation mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien und der Tageszeitung "Die Presse".