Rainer und Claus Spechtl auf einer Bühne

RENE VIDALLI

Jazztime: Rainer und Claus Spechtl

Rainer und Claus Spechtl plaudern zu Gast bei Johann Kneihs über frühe musikalische Traumata und spätere Erweckungserlebnisse und zelebrieren einige launige "Wiener Blues"-Schmankerl.

Mit dem bei Heinz Conrads abgelauschten Lied "A Schneeflockerl und a Ruaßflankerl" hat es einst begonnen. In den 1990er Jahren war es dann der legendäre Richard Österreicher, der das Wiener Brüderpaar Rainer und Claus Spechtl, Sänger und Schauspieler der eine, Gitarrist und Pädagoge der andere, in sein Heimstudio zu Aufnahmen einlud.

Über 20 Jahre später, anlässlich eines der unseligen Corona-Lockdowns, erwachte die Idee neu, die damaligen Duo-Aufnahmen, irgendwo zwischen Wienerlied, Blues und Jazz angesiedelt, doch noch das Licht der Öffentlichkeit erblicken zu lassen. Und auch gleich ein paar Lieder frisch einzuspielen und damit die brüderliche Zusammenarbeit zu reaktivieren. So entstand das kürzlich veröffentlichte Album "Wiener Blues", in dessen Rahmen Rainer und Claus Spechtl das goldene "Wiener Pülcherherz" mit wohldosierten Blue Notes zum Sinnieren und Vibrieren bringen. Eine CD als Familienunternehmen: Auch Rainer Spechtls Sohn Andreas hat Input geliefert und Soundvorschläge beigesteuert, als erfolgreicher "Ja, Panik"-Sänger darf man ihm unterstellen, eine gewisse Ahnung von der Materie zu haben.