Otto Lechner

(c) Sascha Osaka

Otto Lechner: Personale I

Am ersten Abend der Personale lässt Otto Lechner mit "Fifty Broken Promises" die Grenzen zwischen Kammermusik, Jazz und Improvisation verschmelzen.

Im Frühjahr dieses Jahres fand das erste Festival "Invention & Memories" in Horn in Niederösterreich statt, für das Otto Lechner verantwortlich zeichnete. Zwei ausgewählte Konzert-Highlights dürfen wir nun im Rahmen dieser Personale zeigen. Am ersten Abend der Personale zugunsten Otto Lechners lässt er mit "Fifty Broken Promises" und langjährigen Musiker-kolleg:innen wie Max Nagl (Saxofon), Karl Ritter (Gitarre), Melissa Coleman (Cello), Georg Graf (Bassklarinette) und Anton Burger (Geige) die Grenzen zwischen Kammermusik, Jazz und Improvisation verschmelzen.
Der Akkordeonspieler und Komponist Otto Lechner zählt ganz ohne Zweifel zu den bedeutendsten und profiliertesten österreichischen Musikerpersönlichkeiten der Gegenwart. Er hat sich nicht nur als Virtuose am Instrument, als Komponist und Improvisateur etabliert, sondern war obendrauf an der Rehabilitierung des Akkordeons maßgeblich beteiligt. In einer Zeit, in der die Klänge dieses Instrumentes eher im volkmusikalischen Kontext zur Anwendung gekommen sind, war es unter anderem der gebürtige Melker, der das Akkordeon in andere Musikstile, wie etwa dem Jazz, einführte. Otto Lechner fühlt sich in den unterschiedlichen musikalischen Welten zu Hause, sei es nun im Wienerlied, in der Weltmusik oder im Jazz. Egal in welcher Formation agierend, mit seinem unverwechselbaren, ungemein gefühlvollen und stilistisch extrem vielschichtigen Spiel drückt der heute in Wien lebende Musiker jeder Komposition seinen unverkennbaren Stempel auf. Großes internationales Aufsehen erregte Otto Lechner in den 1990er Jahren als Mitglied der fünfköpfigen Formation Accordion Tribe, in der er gemeinsam mit Bratko Bibič aus Slowenien, Maria Kalaniemi aus Finnland, Guy Klucevsek aus den USA und dem 2008 verstorbenen Lars Hollmer aus Schweden quasi eine Art Allstars-Band bildete.

Besetzung:
Melissa Coleman, Cello
Max Nagl, Saxofon
Georg Graf, Bassklarinette
Anton Burger, Geige
Karl Ritter, Gitarre
Otto Lechner, Akkordeon