Hella Pick

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Wiener Vorlesungen: Unsichtbare Mauern

Die austro-britische politische Journalistin Hella Pick im Gespräch mit Günter Kaindlstorfer

Als Hella Pick im März 1939 mit einem Kindertransport von Wien nach London kommt, kennt sie nur ein Wort: Goodbye. Trotz aller Widrigkeiten wird sie eine der ersten Journalistinnen im Ressort Außenpolitik und damit zu einer Pionierin ihrer Zunft. Doch ihre frühen Erfahrungen und die Entwurzelung in ihrer Kindheit prägen sie bis heute und auch die Suche nach Sicherheit begleitet sie ihr gesamtes Leben. Berührend offen und schonungslos spricht sie in dieser "Wiener Vorlesung", die den Titel ihrer gleichnamigen Autobiografie trägt, darüber, wie sie die unsichtbaren Mauern in ihrem Leben niedergerissen hat, über Gipfel und Abgründe der Zeitgeschichte und den unbezwingbaren Willen, den eigenen Platz im Leben zu finden.

Seit ihrer Gründung wurden im Rahmen der "Wiener Vorlesungen" regelmäßig Persönlichkeiten eingeladen, die in Wien ihre Wurzeln hatten und von den Nationalsozialisten aus ihrer Heimatstadt vertrieben wurden, um mit den Zeitzeug:innen eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit diesem dunklen Kapitel unserer Geschichte fortzusetzen, anstatt sie dem Vergessen anheimfallen zu lassen.

In Kooperation mit den Wiener Vorlesungen und der Buch Wien.