Nina Feldgrill und Werner Feldgrill

Nina Feldgrill (c) Ario Omidvar, Werner Feldgrill (c) Alexander Feldgrill

Jazztime: Nina und Werner Feldgrill

Bassistin und Bassist, Tochter und Vater: Die vielen Saiten von Nina und Werner Feldgrill

Die Bassistin Nina Feldgrill hat sich in kürzester Zeit einen Namen in der österreichischen Jazzszene gemacht. 2024 hat sie das Ö1 Jazzstipendium erhalten, es ermöglicht das Studium an der Jam-Music-Lab-Privatuniversität und eine CD-Produktion: In der Reihe "Jazz Cats of Tomorrow" ist bei Quinton Records ihr erstes Soloalbum erschienen. Nina Feldgrill spielt darauf in verschiedenen Formationen, so mit ihrem Quartett River, und unter anderem auch mit dem Bassisten Werner Feldgrill – ihrem Vater. Feldgrill senior ist seit Langem Teil des heimischen Musiklebens, als Bassist im Vienna Art Orchestra oder bei Marianne Mendt, Papermoon , Falco, Harri Stojka, Herwig Gradischnig, Tini Kainrath.

Am Anfang der väterlich-töchterlichen musikalischen Beziehung steht gemeinsames Musikhören: Earth, Wind and Fire, Al Jarreau – oder Jaco Pastorius, der Bassist und Bandkollege Joe Zawinuls bei Weather Report, bis heute eine Inspiration für Nina Feldgrill. Sie lernt zunächst Gitarre, wechselt dann zum zunächst vier-, dann fünf-, schließlich sechssaitigen Bass – wie der Vater ihn spielt, der auch zum ersten Lehrer wird.

Inzwischen hat Nina Feldgrill als Komponistin und Interpretin eine eigene Formensprache abseits der Kategorien gefunden; der Jazzproduzent Jeff Levenson nennt sie eine "führende neue Stimme".

Im gemeinsamen Spiel mit Keyboarder Erik Asatrian und im Gespräch mit Johann Kneihs klingen die vielen Saiten und Seiten von Vater Werner und Tochter Nina Feldgrill an