Wednesday Night Prayer Orchestra

(c) Stephan Mussil

Wednesday Night Prayer Orchestra

Gegründet Anfang 2023, interpretiert das Wednesday Night Prayer Orchestra bekannte Kompositionen der Bigbands der letzten 100 Jahre und lässt sich auf der Reise zu seinem eigenen Sound von Musik außerhalb des Bigband-Kosmos inspirieren.

Als Komponist und Saxofonist Ludwig Bekic vor drei Jahren das sechzehnköpfige Wednesday Night Prayer Orchestra gründete, traf man sich wöchentlich zum Bigbandspiel im Wiener Lokal Little Stage. Anfangs bildete die Musik der Altvorderen Duke Ellington, Carla Bley, Gil Evans und natürlich des Namensgebers Charles Mingus das gemeinsame musikalische Terrain. Mithilfe freier Improvisationen und maßgeschneiderter Arrangements galt es, die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Wiener Jazzszene in einem Klangkörper zusammenzubringen.

Auf dieses erste Auskundschaften folgten zahlreiche musikalische Ausflüge. Etwa das Stöbern im Fundus der ORF Bigband, die Zusammenarbeit mit Christian Radovans Musik der Clarke-Boland Bigband und Hans Kollers wenig gehörten, immer noch hochaktuellen Bigband-Suiten.

Sechzig Konzerte später und quasi noch in der Originalbesetzung des ersten Auftritts ist das bloße "Projekt" zur echten Band erwachsen. Im folgenden Jahr seines Bestehens widmet sich das Wednesday Night Prayer Orchestra den eigenen Kompositionen: Lukas Aichinger, Ludwig Bekic, Helene Glüxam und Áki Wellsandt steuern ihre Werke bei: komplexe, heterogene, mitunter satirische Stücke, immer in offener Beziehung zum Jazz und seinen Nachbarschaften und stets Plattform für die intimen Solokadenzen und mehrstimmigen Improvisationen der sprachgewandten Musikerinnen und Musiker.

Der Abend im Großen Sendesaal bildet den Abschluss einer dreitägigen Aufnahmesession zum Albumdebüt des "most working jazz orchestras in town".