Klaudia Tandl (c) Julia Wessely
Spuren der Heimat – Schubert und Krenek im Dialog
DO | 24 09 2026 | 19:30 Uhr
Studio 3
Eintritt: EUR 24,–
Ermäßigungen:
ORF RadioKulturhaus-Karte 50%, Ö1 Club 15%
"Spuren der Heimat" führt Schubert und Krenek in einen musikalischen Dialog über Erinnerung, Fremdheit und Zugehörigkeit. Im Zentrum steht Heimat als innerer und äußerer Ort, der sich im Lied neu formt und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wird.
Schubert erscheint dabei als Gestalt der österreichischen Musikgeschichte, deren Werk von einer eigentümlichen existenziellen Fremdheit durchzogen ist, obwohl sein Lebensweg nie über die Landesgrenzen hinausführte. Seine Lieder tragen das Unterwegssein bereits in sich als existenzielle Erfahrung zwischen Sehnsucht und Einsamkeit.
Krenek hingegen ist geprägt von den Brüchen des 20. Jahrhunderts. Vom Nationalsozialismus als "entartet" verfemt, wurde ihm die Heimat entzogen, sein Schaffen setzt sich im Exil fort, zugleich getragen von einer tiefen künstlerischen Auseinandersetzung und Verehrung für Franz Schubert. So entsteht ein leiser, zeitüberschreitender Dialog zweier Stimmen, der den Sehnsuchtsort Heimat in all seiner Fragilität hörbar werden lässt.
Sascha El Mouissi (c) Liliya Namisnyk
Die Mezzosopranistin Klaudia Tandl bewegt sich mit besonderer Affinität im klassischen wie zeitgenössischen Liedrepertoire und profiliert sich als vielseitige Interpretin im Spannungsfeld unterschiedlicher stilistischer Traditionen. Am Klavier begleitet sie der renommierte Liedspezialist Sascha El Mouissi, der zugleich den konzeptionellen Rahmen des Abends verantwortet.
Marie-Therese Rudolph (c) Walter Skokanitsch
Durch den Abend führt die Radiomoderatorin und Kulturjournalistin Marie-Therese Rudolph.
In Kooperation mit dem Ernst Krenek Institut und LiedStyria.
