Nick Acorne, Ninja Reichert, Ostap Slyvynsky

v.l.n.r.: Nick Acorne (c) Mariya Donska, Ninja Reichert (c) Marian Reichert, Ostap Slyvynsky (c) Anton Sorochak

Ostap Slyvynsky "Wörter im Krieg"

Wie verändert der Krieg die Wörter? Performative Lesung und Gespräch mit dem renommierten ukrainischen Dichter und Essayisten Ostap Slyvynsky.

"Keinen einzigen Tag werde ich auf dem Boden liegen und leiden. Ich werde mich freuen, um sie zu ärgern." So sagt Mascha in der literarischen Sammlung von Stimmen aus dem Krieg. Ihr Autor Ostap Slyvynsky ist eine der bedeutendsten Erscheinungen der gegenwärtigen ukrainischen Lyrik. Seine Gedichte beschäftigen sich mit Erinnerung und den politischen Realitäten seines Landes.

Wörter im Krieg ist eine Sammlung von wahren Momenten und kurzen Geschichten, in denen sich der Krieg in sehr persönlichen Lebenserfahrungen spiegelt. Jeder Eintrag ist das Fragment eines Monologs. Eine deutschsprachige Ausgabe erschien in der Übersetzung von Maria Weissenböck bei edition.fotoTAPETA.

Ninja Reichert und Johannes Sautner lesen an diesem Abend ausgewählte Stimmen des Bandes und lassen die Geschichten auf der Bühne lebendig werden. Der in Graz lebende ukrainische Komponist und Sounddesigner Nick Acorne verleiht den Texten durch eine eigens entwickelte Live-Performance aus elektronischen Klängen ihre Entfaltung.
Im Gespräch mit Moderator Ludger Hagedorn erzählt der Autor von der Veränderung der Sprache im Krieg und der unveränderten Kraft der Wörter.

Eine Kooperation mit dem Institut für die Wissenschaften vom Menschen.