Berni Wagner und Tristan Horx

Berni Wagner (c) Miriam Primik, Tristan Horx (c) Klaus Vyhnalek

Im Zeit-Raum: Tristan Horx und Berni Wagner

"Die Zukunft der Männer". Zu Gast bei Johannes Kaup sind der Zukunftsforscher Tristan Horx und der Kabarettist Berni Wagner.

2006, vor 20 Jahren, begann die erste und älteste RadioKulturhaus-Gesprächsreihe mit Hermann Scheer, dem einflussreichen Vordenker der Energiewende-Revolution in Deutschland. Seitdem gab es über 200 Gespräche und Diskussionen mit herausragenden Vertreter:innen aus den Bereichen Geistes- und Kulturwissenschaften, Naturwissenschaft, Kultur, Religion, Politik und Zivilgesellschaft.

Diesmal geht es um "Die Zukunft der Männer". Zu Gast sind der Zukunftsforscher Tristan Horx und der Kabarettist Berni Wagner.

Seit seinem 25. Lebensjahr steht Tristan Horx als Redner auf der Bühne und spricht über Wandel- und Transformations­prozesse unserer Zeit. Seine Themen bewegen sich in einem Spektrum von Digitalisierung bis Mobilität, Generations­bilder bis „Social Change“, von Fragen der Krisen-Psychologie bis zum „wütenden Optimismus”, der in unserer Zeit nötig ist.

Der gebürtige Oberösterreicher Berni Wagner steht mit seinem unverwechselbar dynamischen Stand-Up-Kabarett bereits seit über dreizehn Jahren auf den deutschsprachigen Bühnen. Er wurde heuer mit dem "Salzburger Stier" - dem renommierten Radiopreis für deutschsprachiges Kabarett ausgezeichnet.

Beide setzen sich kritisch mit Männlichkeit auseinander. Das "starke" Geschlecht ist schwach geworden: Die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern ist um Jahre kürzer als die von Frauen. Die Mehrheit der Suizidopfer sind Männer. Rund 90% der Gefängnisinsassen in Österreich sind Männer. Sie suchen weniger Ärzte auf als Frauen. Häufig schneiden Männer in der Ausbildung und im Studium schlechter ab als Frauen. In der jungen Generation scheinen viele junge Männer orientierungslos und unsicher geworden zu sein. Sie fühlen sich in ihrer Männlichkeit abgelehnt und abgehängt. Eine zunehmende Zahl reagiert darauf mit Wut und folgt in der Sehnsucht nach Halt gebenden Männlichkeitsbildern den
"Manfluencern" in der "Manosphere".

Was tun angesichts dieser Entwicklungen? Männer und Frauen sind unterschiedlich – das ist gut so. Männer und Frauen können Gleichheit. Und das ist auch gut so. Was wäre eine "positive" Männlichkeit? Was können Männer – jenseits der "Gender-Kämpfe" – für eine friedliche egalitäre Gesellschaft tun? Was könnte der Beitrag der Männer für eine Allianz zwischen den Geschlechtern sein, die für unser freies, demokratisches System überlebensnotwendig ist?

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In Kooperation mit der Tageszeitung "Die Presse".